Schweizer Kneippverband – Barfuss über Stock und Stein

Die Wandersaison ist in vollem Gang. Wandern gehört hierzulande zur beliebtesten Freizeit- und Ferienbeschäftigungen. Gut so, die Bewegung in der Natur macht nicht nur Freude, sondern ist auch ein Jungbrunnen.

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Mit den ausgezeichneten Wandersocken und -schuhen, die heute im Handel zu finden sind, sind brennende Fusssohlen und Blasen seltener geworden – aber noch nicht  ganz verschwunden. Nach einer gewissen Zeit über Stock und Stein beginnen die Füsse mit unangenehmen Empfindungen auf sich aufmerksam zu machen. Die Hitze und die Enge in den Schuhen scheinen ihnen nicht zu behagen. Höchste Zeit für eine Barfussstrecke!

Raus aus den Schuhen!

Sobald ein Grasweg oder eine Alpweide sich anbietet: Schuhe und Socken aus, die Schnürsenkel zusammenbinden, die Socken in die Schuhe stopfen und die Schuhe um den Hals hängen und schon kann es losgehen.

Das werden Sie entdecken!

Beim Barfusslaufen werden Sie wahrnehmen, dass Sie tendenziell nicht mit der Ferse, sondern eher mit dem Mittelfuss auftreten. Kleine Steine und Unebenheiten unter den Sohlen machen ein Auftreten mit Ferse oder Ballen äusserst schmerzhaft. Das Auftreten mit dem Mittelfuss ist somit die natürlichste Art zu gehen und entlastet das Skelett von den Fersen bist zum Kopf. Das Unterbrechen einer Wanderung mit einem Barfusslauf lässt somit nicht nur die Füsse auf-atmen, sondern den ganzen Körper ins Gleichgewicht kommen.

Am Ende der Barfusswanderung – die nach Wunsch und Empfindlichkeit der Fusssohlen länger oder kürzer dauern kann – die Füsse von Erde und Gräsern reinigen, Socken und Schuhe wieder anziehen und weiter geht’s. Besonders fein ist es, wenn ein Bach unseren Weg kreuzt und das Barfussgehen mit einem kurzen Wassertreten oder Fussbad beendet werden kann. Vor dem Anziehen der Socken die Wassertropfen mit den Händen von den Füssen streichen. Nur zwischen den Zehen mit einem Papiertaschentuch trocken reiben.

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Tipp gegen Blasen

Blasen sind ein verbreitetes Übel bei langen Märschen. Unterwegs in der Natur finden sich am Wegrand oft Wegeriche. Besonders der Breitwegerich ist ein praktisches Heilmittel. Wenn die Ferse zu schmerzen beginnt, ein Blatt vom Breitwegerich pflücken und leicht mit der Hand zerdrücken, flach auf die Ferse legen und die Socke darüber ziehen. Vorsichtig in den Schuh schlüpfen. Und schon kann’s weiter gehen.

Barfussweg im Toggenburg

In Zusammenarbeit mit dem Tourismus Toggenburg, unter dem Patronat der Stiftung Grundtvig, realisiert der Schweizer Kneippverband 2015 einen Natur-Barfuss-Kneippweg von Wildhaus auf die Alp Gamplüt.

Ein Erlebnis über sanfte Alpwiesen aufwärts bis zum Berggasthaus Gamplüt. Unterwegs finden Sie Erlebnisse für die fünf Sinne (tasten, fühlen, riechen, sehen). Der Weg ist für die ganze Familie geeignet.

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Kurse für Profis und Familie

Mit wenig Mitteln rasch und wirksam Hilfe leisten, Linderung verschaffen, dem Patienten daheim oder im Spital ein Wohlfühlerlebnis bieten, hinter dem Begriff Kneippen verbirgt sich nicht einfach nur ‚kaltes Duschen’, sondern spannendes Grundwissen aus der einzigen ganzheitlichen europäischen Naturheilmethode. Ideal zur Prophylaxe oder als wirksame Sofortmassahme für Kinder wie Erwachsene. Der Schweizer Kneippverband bietet regelmässig Kurse für Daheim und für Pflegefachleute an.

Wir verkaufen kein Produkt, sondern Know-how.

Mehr Informationen:

Schweizer Kneippverband
Tel. 031-372 45 43
e-mail: info@kneipp.ch Website: www.kneipp.ch

Text: Frau Lotty Wohlwend

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