Ein Lied das weltweit Frieden stiftet und Menschen vereint

Emotionale Momente in Bad Hindelang zur 200. Geburtsstunde von „Stille Nacht – Heilige Nacht“

Bad Hindelang  „Stille Nacht – Heilige Nacht“ ist ein Lied der Hoffnung. Ein Lied, das Trost spendet, Grenzen überwindet, Krisen übersteht und für das keine pompöse Orgel-Begleitung notwendig ist. 1818 komponieren Priester Joseph Mohr und Lehrer Franz Xaver Gruber das sechsstrophige Gedicht, um den armen und von Hunger leidgeplagten Menschen in Oberndorf bei Salzburg ihren Glauben an Gott und an sich selbst zurück zu geben. Mohr und Gruber schreiben sanfte Töne, die zu Herzen gehen –und: sie schreiben Geschichte. 2018 wird das Weihnachtslied, das bis heute einen besonderen Zauber entfacht, 200 Jahre alt. Emotionale Momente wird es zu dem Jubiläum im romantischen Bergdorf Bad Hindelang (Allgau) geben, das die Entstehung des weltweit bekanntesten Weihnachtsliedes unter dem Motto „in Lied wird 200 Jahre alt“ in der alpenländischen Weihnachtsoper „Stille Nacht“ bereits zum 6. Mal auf die Bühne bringt. Die elf Aufführungen der Weihnachtsoper sind eingebettet in den 17. Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang (30. November bis 09. Dezember 2018), der Bergromantik und Weihnachtszauber vereint und den Ferienort in ein Meer aus 200.000 Lämpchen verwandelt. „die alpenländische Weihnachtsoper „Stille Nacht“ in Bad Hindelang ist eine literarisch-musikalische Adaption der wohl bewegendsten musikalischen Entstehungsgeschichte, die es je gegeben hat. Unser Bühnenstück ist eine besonders einfühlsame Produktion, in der heimische Laiendarsteller sowie professionelle Musiker und Sänger gemeinsam seit fünf Jahren mit viel Leidenschaft, Geschick und Herzblut musikalisch inszenieren, was sich vor zwei Jahrhunderten in der St. Nikola Kirche in Oberndorf bei Salzburg abgespielt hat. 2018 besonders hervorheben werden wir die grosse Internationalität des Weihnachtsliedes“, sagt Regisseurin Brigitte Weber, die das Textbuch geschrieben hat. Geplant ist, dass zur Ouverture jeweils ein Sänger seinen Kontinent und sein Land, von dem er stammt, präsentieren wird. Eine musikalische Interpretation der  Original-Strophen in Landessprache und in Kostüm oder Landestracht, die hervorheben soll, wie gross die weltweite Präsenz von Stille Nacht, Heilige Nacht 200 Jahre nach der Geburtsstunde geworden ist. Ob in Asien, Europa, Afrika, Australien, Nord- oder Südamerika – mittlerweile wird das Weihnachtslied in mehreren Hundert Sprachen und Dialekten rund um den Globus gesungen.

„Dem Lied ‹Stille Nacht – Heilige Nacht› gelingt, was Politiker nicht hinbekommen: es stiftet Frieden. Es vereinigt und führt Menschen aller Couleur weltweit zusammen – und sei es nur für eine kurze Zeit im Jahresverlauf “, sagt Brigitte Weber. Für die Ideengeberin ist es nicht zuletzt die Beständigkeit, die die Erfolgsgeschichte dieses Weihnachtsliedes ausmacht: „das Lied ist wunderschön, so wie es war und wie es ist. Das gilt auch für unser Bühnenstück, in dem wir zum Jubiläum vielleicht Nuancen verandern –mehr aber auch nicht.“

In Bad Hindelang wird Altbewährtes nicht entsorgt oder krampfhaft der Moderne angepasst, sondern es bleibt bestehen: Anstatt „backstage“ sagt man weiterhin „inter der Bühne“, die Spuren der unvergesslichen und wahren Weihnachtsgeschichten werden detailliert weiterverfolgt.

Die Zusammensetzung des Schauspielerensembles, des Orchesters, der Sänger sowie des Kinder- und Männerchors ändert sich ebenso nur minimal wie die Gesichter der Kostümfertiger, Bühnengestalter oder der musikalischen Gesamtleitung, die weiter aus Ralf Ludewig sowie den Komponisten Ludwig Thomas und Marco Hertenstein besteht.

„Die alle sind Teil einer grossartigen Theaterfamilie, die gemeinsam mit vielen Helfern die alpenländische Weihnachtsoper und den Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang seit Jahren an der Spitze halten“, sagt Brigitte Weber.

Dazu zählen weiterhin auch der Schauspieler Herbert Modl, der Teamleiter fur Technik und Sicherheit, Toni Rusch, und der Bad Hindelanger Bürgermeister Adalbert Martin, die in den vergangenen Monaten allesamt überraschend verstorben sind. Brigitte Weber:

„Die Aufführungen zum grossen Jubiläum werden wir 2018 insbesondere in Gedenken an diese drei Männer absolvieren, die uns in den vergangenen Jahren auf beispielhafte und unnachahmliche Weise über Gebühr unterstützt haben.“

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