Faszination Wandern in Schottland

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Speyside Way – Whisky Trail „Uisge Beatha“ vom Wasser des Lebens

Schottland und Whisky sind eine unzertrennliche Symbiose zwischen grandioser Landschaft und traditioneller Brau- und Brennkunst. Eine Phalanx die die Jahrhunderte überdauert hat und sich unverändert grosser Beliebtheit erfreut. Gerade die Vielfältigkeit der Single Malts findet in jüngster Zeit immer mehr Anhänger. Mit der 9tägigen Wandertour am Speyside Way begab ich mich also auf Spurensuche beider Phänomene. Über Aberdeen ging es weiter in die grösste Whisky Region der schottischen Highlands rund um den River Spey. Traumhaftes Wetter empfing mich im kleinen Hafenstädtchen Buckie an der Nordsee, dem Ausgangspunkt meiner Whisky-Wanderreise.

Mit einem abendlichen Spaziergang am Hafen samt lohnendem Besuch des meereskundlichen Heimatmuseums war ich rasch auf meine Wanderung eingestimmt. Am nächsten Morgen gestärkt durch ein Full-Scottish-Breakfast konnte es im Backpool Harbour Park endlich losgehen. Die Hälfte des ersten Tages direkt am Meer entlang und dabei gleich die erste Überraschung: Seehunde, Kegelrobben und Delphine in freier Natur. Ein wahrlich seltenes Ereignis bei einer Wanderung.

Am Flussdelta des Spey gönnte ich mir mit Blick auf das zauberhafte Spey Bay Wildlife Reserve eine längere Pause. Derart relaxt und entspannt folgte ich nun dem Fluss landeinwärts nach Fochabers. Hier verbrachte ich nicht nur meine zweite Nacht, ich wollte nun auch mal einen Single Malt zu mir nehmen. Das örtliche Pub das bestens besucht war, schien dafür wie geschaffen zu sein. Meine Frage nach einer Whisky-Empfehlung löste an der Bar einigen Tumult aus. Jeder der Gäste wusste mir den einen oder anderen schmackhaft zu machen. Ein äusserst freundliches und geselliges Völklein diese Schotten. Mit etwas mehr Whisky intus als geplant und später als gedacht, ging der erste Wandertag zu Ende. Am nächsten Tag nach zirka einer Stunde stand ich am „Earth Pillars“. Eine Gesteinsformation die einen entzückenden Blick auf den gemächlich dahinfliessenden Spey freigibt. Über aufgelockerte Wälder und Farmland ging es über einsame Waldwege und Landstrassen nach Craigellachie. Im Highlander Inn wurde nicht nur Quartier bezogen, hier bekam ich auch meinen Crashkurs für Single Malts, in einer der weltweit bekanntesten Whiskybars. Schliesslich stand am nächsten Tag der Besuch der wohl berühmtesten Distillery am Programm.

Der Abschnitt zur Whisky-Hauptstadt „Dufftown“, am nächsten Tag, führte am Fluss Fiddich im gleichnamigen Tal entlang. Eine herrliche Strecke, an deren Ende ein Museumsbahnhof samt historischen Zügen wartete. Zehn Minuten später endlich mein erstes Distillery Erlebnis: „Glen Fiddich“. Tradition wird hier nicht nur gezeigt, sondern auch gelebt. Drei Kostproben später führte
mich der Weg über sanfte Hügel nach Aberlour, Heimat der famosen Walker-Kekse. Nach einer kurzen Plünderung des Flagship-Stores beendete ich zufrieden den heutigen Tag. Entlang einer aufgelassenen Bahnstrecke führte mich der Weg weiter nach Ballindalloch zu einem Bed & Breakfast Juwel – dem Gründerhaus der Distillery Cragganmore, die gleich dahinter liegt. Nach dem dortigen Besuch und dem kulinarischen Highlight von Tony und Helen, fiel ich mit einem Grinsen ins herrschaftliche Bett.

Nun stand Highlander Feeling pur am Programm: Die Bergetappen nach Glenlivet und Tomintoul dem höchstgelegensten Dorf in den Highlands. Mit der direkt am Weg liegenden Glenlivit Distillery wurde meine Scotch Whisky Experience abgeschlossen. Nach einem sagenhaften Lachsfrühstück mit Rührei, bot sich mir nun das klassische Bild der Highlands samt Bergen und Flüssen am Weg nach Grantownon- Spey. Die Kilometer des letzten Tages führten flach dahin ins Abernethy Nature Reserve, als sie plötzlich am Horizont auftauchten: Die mächtigen Berge des Cairngorm National Parks. In Boat of Garden war schliesslich meine 133 Kilometer lange Wanderung zu Ende. Die Strathsprey Steam Railway, eine Museumsbahn, brachte mich bequem nach Aviemore samt entzückenden Pub und Livemusik als würdigen Abschluss meiner Tour.

Isle of Skye Trail – Märchenhafte Zauberinsel

Isle of Skye die Trauminsel. Es sollte eine Liebe auf den ersten Schritt werden. Mystisch, wild, unvergesslich! Dass sie die grösste Insel der inneren Hebriden von Schottland ist, wusste ich schon
vor meiner Abreise nach Inverness. Über die Skye Bridge kommend empfing mich Nebel bis zur Ankunft in Portree. Passend, schliesslich heisst sie aus dem gälischen übersetzt – Insel des Nebels. 128 Kilometer von Rubha Hunish bis nach Broadford warteten darauf von mir erobert zu werden. Grossteils ohne Markierung, oftmals ohne ersichtliche Wege. Nach nicht einmal einer Stunde war die nördliche Steilküste erreicht und sofort schlägt einem die Insel gnadenlos in ihren Bann. Anmutige Riffe, bizarre Meeresbuchten und hoch aufragende Felsen. Herrlich schaurig und düster die Kulisse der ersten Nacht am See Loch Hasco. Erst in den frühen Morgenstunden gibt der Nebel den Blick zum nächsten Ziel frei: Das Massiv von Quirang. Der Aufstieg und die Durchwanderung vorbei an tosenden Wasserfällen. Fast hätte ich die Zeit dabei vergessen, konnte mich einfach nicht sattsehen. Immer wieder unbeschreibbare Aussichten auf das Meer und die Nachbarinseln.

Insgesamt zwei Tage dauert die Wanderung durch dieses Bergmassiv namens Trotternish. Nur Unterbrochen durch ein Camp an einem kleinen Wasserfall. Und wenn man denkt mehr geht nicht, steht er plötzlich vor Dir – Old Man of Storr. Hier die Nacht nicht zu verbringen, wäre wirklich sträflich. Durch Korrosion und Abbruch hat die Natur ganze Arbeit geleistet, und eine fast 50 Meter hohe grotesk anmutende Felsnadel entstehen lassen. Nach Frühstück und Abstieg verzauberte mich die Bearreiraig Bay. Die weglose Wanderung an der Steilküste nach Portree, zahlt einem jeden Schritt der Anstrengungen mit Zinsen zurück. Dusche und Pub waren nach drei Nächten unter freiem Himmel ein willkommener Ausgleich. Die Insel gibt es aber auch gemütlicher. So ist die Wanderung zur Tianavaig Bay und weiter dem Loch Sligachan entlang nicht so sehr konditionsraubend. Was der Schönheit dieses Abschnitts jedoch keinen Abbruch tut. Sligachan wartet mit einer Campsite und somit mit Duschen auf. Aber auch die wirklich sehenswerte Whiskybar konnte ich mir nicht entgehen lassen. Entlang des imposanten und alles überragenden Cullin Hills Massiv geht es landeinwärts zur anderen Seite der Insel nach Elgol. Im örtlichen Mini-Laden werde ich von frischen Shrimps im Sandwich überrascht. Gleich drei davon gönne ich mir mit Blick zum steil unter mir liegenden Hafen.

Eine weitere Küstenwanderung später durchstreife ich die Natur an den Flanken des Bla Bheinn. Marschiere um eine Landzunge herum und lande im Blue Shed Cafe samt Cappuccino. Eine Stunde später schlage ich direkt am Strand von Loch Slapin mein Lager auf. Ein perfekter Platz für ein Camp und so blicke ich noch stundenlang vor dem Zelt sitzend in die Brandung und werde eins mit der Insel. Am letzten Tag am Weg nach Broadford zeigt sich Isle of Skye letztmals von ihrer ursprünglichen Seite: Steilküsten, verlassene Dörfer, grandiose Ausblicke, einen längeren Anstieg und einen relaxten flachen Zieleinlauf. Die Insel hat mich seitdem nie wieder losgelassen. Viele weitere Besuche später hat sie nichts von ihrer Faszination verloren.

Die schottischen Highlands – Genusswandern oder Abenteuertrekking

Abwechslungsreiche Landschaften von hügelig bis hin zu schroffen Gebirgszügen. Landstriche übersät von Heidekraut und knorrigen Kieferwälder. Glasklares Wasser in den unzähligen Flüssen und Seen. Traumhafte Plätze um seine Seele baumeln lassen zu können. Eine einzigartige blitzblanke Luft. Und manchmal keinerlei Anzeichen von Zivilisation und Handyempfang. Auf Trekkingtouren mit Zelt erwartet Sie die wilde Schönheit der ungezähmten Natur des britischen Nordens. Trekking und Wandern in Schottland bescheren Ihnen einzigartige Abenteuer, die Sie nicht so schnell vergessen werden. Entdecken Sie das schottische Naturspektakel! Gemütlich und bequem mit eigenem Gepäcktransport bieten Wandertouren durch Schottland den idealen Einstieg in die Heimat von William Wallace. Erfahren Sie wie original Scotch Whisky entsteht und wandeln Sie auf den Spuren berühmter Nationalhelden.

3Rangers und Ihre Leidenschaft zu den schottischen Highlands

Im Zusammenhang mit Wander- und Trekkingtouren in Schottland, fällt immer öfter der Name Peter Höher und 3Rangers. Und das aus gutem Grund. Jährlich verbringt er viele Monate in den schottischen Highlands und das seit mittlerweile sieben Jahren. Und immer wieder gibt es neues zu entdecken, neue Wege zu erkunden oder sich einfach der Faszination unberührter Natur hinzugeben wie sie in dieser Form in Europa nur noch selten zu finden ist.

Mehr als 170.000 Höhenmeter und 5.300 km hat der zertifizierte Wanderführer aktuell in seinen Lieblingsbergen zurückgelegt. Begeben Sie sich mit ihm und seinen Freunden auf eine Entdeckungsreise in den britischen Norden.

 

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